Alexander Valtingojer mit Viesmann Wärmepumpe

Alexander Valtingojer

Aktualisiert am:

Kategorie:

Photovoltaik

Lesezeit:

7 Min.

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Stromspeicher nachrüsten: Lohnt sich das für Ihre PV?

Stromspeicher nachrüsten: Lohnt sich das für Ihre PV?

Stromspeicher nachrüsten: Lohnt sich das für Ihre PV?

Stromspeicher nachrüsten: Lohnt sich das für Ihre PV?

Das Wichtigste in Kürze

  • Eigenverbrauch: Mit einem Batteriespeicher steigt Ihr Eigenverbrauchsanteil von rund 30 % auf bis zu 80 % — je nach Verbrauchsprofil und Speichergröße.

  • Faustformel Dimensionierung: Planen Sie rund 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch — für ein Durchschnittshaushalt mit 4.500 kWh also etwa 4 bis 5 kWh nutzbarer Kapazität.

  • Amortisation: Bei einem Strompreis von 25 bis 30 Cent je kWh rechnet sich ein Speicher in der Regel innerhalb von 8 bis 12 Jahren — abhängig von Speichergröße, Eigenverbrauchssteigerung und Förderungen.

Ihre PV-Anlage produziert tagsüber mehr Strom als Sie verbrauchen und dieser Überschuss fließt ins Netz, statt Ihnen zu nützen. Mit einem Batteriespeicher nachrüsten können Sie diesen selbst erzeugten Strom für den Abend und die Nacht speichern. Die entscheidende Frage: Lohnt sich das wirtschaftlich, und was müssen Sie bei einer bestehenden Anlage beachten?

Kurzantwort: Für die meisten Haushalte mit einer PV-Anlage ab 5 kWp lohnt sich ein Batteriespeicher heute — besonders wenn der Strompreis hoch ist und das Eigenverbrauchspotenzial noch nicht ausgeschöpft wird. Bei Anlagen unter 3 kWp ist die Wirtschaftlichkeit individuell zu prüfen.

Warum lohnt sich ein Batteriespeicher für bestehende PV-Anlagen?

Eine PV-Anlage ohne Speicher erreicht typischerweise einen Eigenverbrauchsanteil von 25 bis 35 %. Der Rest — oft mehr als die Hälfte des selbst erzeugten Stroms — wird ins Netz eingespeist und mit der Einspeisevergütung vergütet. Diese Vergütung liegt in Österreich derzeit deutlich unter dem Beschaffungspreis für Netzstrom.

Ein Batteriespeicher verschiebt die Eigenverbrauchsnutzung in die Abend- und Nachtstunden, wenn die PV-Anlage nichts mehr produziert. In der Praxis bedeutet das: Statt 25 bis 35 % Eigenverbrauch erreichen viele Haushalte mit einem passend dimensionierten Speicher 70 bis 80 %. Jede zusätzliche Kilowattstunde Eigenverbrauch spart Ihnen den aktuellen Netztarif — und der liegt je nach Anbieter und Tarif zwischen 25 und 35 Cent.

Szenario

Eigenverbrauch

Jährliche Einsparung (5 kWp, 4.500 kWh/Jahr)

Nur PV, kein Speicher

ca. 30 %

ca. 340 Euro

PV + 5 kWh Speicher

ca. 65 %

ca. 730 Euro

PV + 10 kWh Speicher

ca. 80 %

ca. 900 Euro

Die Tabelle zeigt Richtwerte für ein typisches Einfamilienhaus. Die tatsächliche Einsparung hängt vom individuellen Verbrauchsprofil ab — wie die PV-Amortisation in Österreich im Detail zeigt.

Wie funktioniert die Nachrüstung technisch?

Bei einer bestehenden PV-Anlage gibt es zwei technische Wege für die Speicher-Nachrüstung: AC-Kopplung und DC-Kopplung. Der richtige Weg hängt von Ihrer bestehenden Anlage ab.

AC-Kopplung ist der häufigere Weg bei Nachrüstungen. Der Speicher wird auf der Wechselstromseite eingebunden — also hinter dem bestehenden Wechselrichter. Das hat den Vorteil, dass der vorhandene Wechselrichter weiterverwendet wird und keine Änderungen an der bestehenden DC-Verkabelung nötig sind. Nachteil: Jede Umwandlung (DC zu AC zu DC) kostet Wirkungsgrad.

DC-Kopplung bindet den Speicher direkt auf der Gleichstromseite ein. Dabei wird oft ein neuer Hybrid-Wechselrichter eingebaut, der PV-Anlage und Speicher gemeinsam steuert. Das ist effizienter, aber aufwändiger und nur sinnvoll, wenn der bestehende Wechselrichter ohnehin ersetzt werden soll oder die Anlage sehr jung ist.

Für die meisten Nachrüstungen bei bestehenden Anlagen empfiehlt sich die AC-Kopplung — einfacher, günstiger, und der Wirkungsgradverlust von etwa 5 bis 8 % fällt wirtschaftlich kaum ins Gewicht.

Wie groß soll der Speicher sein?

Die optimale Speichergröße hängt von Ihrem Jahresstromverbrauch und der PV-Anlagengröße ab. Eine zu kleine Kapazität schöpft das Potenzial nicht aus — ein zu großer Speicher lädt im Winter nie vollständig.

Faustformel: 1 kWh nutzbarer Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Bei einem österreichischen Durchschnittshaushalt mit rund 4.500 kWh Jahresverbrauch sind das 4 bis 5 kWh nutzbare Kapazität.

Jahresverbrauch

PV-Anlagengröße

Empfohlene Speichergröße

3.000 kWh

3–4 kWp

3–4 kWh nutzbar

4.500 kWh

5–6 kWp

4–6 kWh nutzbar

6.000 kWh

7–9 kWp

6–8 kWh nutzbar

8.000 kWh+ (Wärmepumpe)

10–15 kWp

8–12 kWh nutzbar

Haushalte mit einer Wärmepumpe oder Wallbox haben einen deutlich höheren Verbrauch und profitieren von größeren Speichern. Wer Speicher und Wärmepumpe optimal kombinieren möchte, findet dazu mehr im Ratgeber PV-Anlage und Wärmepumpe kombinieren.

Welche Speicher eignen sich für die Nachrüstung?

Für die Nachrüstung bei bestehenden PV-Anlagen kommen ausschließlich LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) in Frage. Diese Technologie bietet über 4.000 Zyklen Lebensdauer, ist thermisch stabil und verzichtet auf kritische Rohstoffe wie Kobalt.

Heizma verbaut folgende geprüfte Speichersysteme:

  • Sigenergy SigenStor: Modulares AC-gekoppeltes System, 5 bis 30 kWh skalierbar, integriertes Energiemanagement, ideal für Einfamilienhäuser und kleine Gewerbebetriebe

  • Fronius Reserva: AC-Speicher für Bestandsanlagen mit Fronius-Wechselrichter, einfache Integration, 5 bis 15 kWh

  • BYD HVS+ und HVM+: Hochvolt-Speicher mit 5,1 bis 25,6 kWh (HVS+) und 8,3 bis 22,1 kWh (HVM+), für größere Anlagen und höhere Anforderungen

  • Viessmann Vitocharge VX3: Kompakter Speicher für kleinere Anlagen, AC-Kopplung, 6,4 kWh

Die Auswahl des richtigen Systems hängt von Ihrer bestehenden Anlage, dem verfügbaren Platz und Ihrem Verbrauchsprofil ab. Mehr zu den verfügbaren Batteriespeichern von Heizma finden Sie auf der Produktseite.

Was kostet ein Stromspeicher nachrüsten?

Die Kosten für eine Speicher-Nachrüstung hängen von Kapazität, System und Installationsaufwand ab. Preise variieren je nach Gebäude und Konfiguration.

Als grobe Orientierung: Ein AC-gekoppelter Speicher mit 5 kWh nutzbarer Kapazität kostet inklusive Installation in der Regel zwischen 4.000 und 6.000 Euro brutto — vor Förderungen. Ein 10-kWh-System liegt typischerweise zwischen 6.000 und 9.000 Euro brutto.

Bei einem Strompreis von 28 Cent je kWh und einer Eigenverbrauchssteigerung von 1.500 kWh pro Jahr (Beispielrechnung 5-kWh-Speicher) ergibt das eine jährliche Einsparung von rund 420 Euro — und eine Amortisationszeit von 8 bis 11 Jahren vor Förderungen.

Was ist bei der Anmeldung und dem Netzanschluss zu beachten?

Jede Speicher-Nachrüstung muss beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden — das ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Die Anforderungen sind in der TOR Erzeuger (Technische und Organisatorische Regeln) festgelegt.

Konkret bedeutet das: Der Speicher muss die Anforderungen an Einspeisemanagement und Schutzeinrichtungen erfüllen. Bei einer AC-Kopplung gilt das für den Speicherwechselrichter. Bei DC-Kopplung für den Hybridwechselrichter. Heizma übernimmt die Anmeldung beim Netzbetreiber, die technische Dokumentation und die Inbetriebnahme. Mit dem Energiemanager Optima kann zudem der Eigenverbrauch weiter optimiert und der Speicher intelligent gesteuert werden.

Für eine reibungslose Abwicklung benötigen Sie: Datenblatt des Speichers, Anlagenplan der bestehenden PV-Anlage, Zählernummer und aktuellen Einspeisevertrag. Heizma koordiniert diese Unterlagen für Sie.

Inhaltsverzeichnis

Heizma bringt Wärmepumpe, Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Energiemanager schnell und einfach in jedes Zuhause – von der Planung bis zur Installation, alles aus einer Hand.

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Häufige Fragen zum Stromspeicher nachrüsten

Kann ich einen Batteriespeicher bei jeder PV-Anlage nachrüsten?
Lohnt sich ein Batteriespeicher ohne Sonnenstunden im Winter?
Welche Batterietechnologie ist für die Nachrüstung am besten geeignet?
Bekomme ich Förderung, wenn ich nur den Speicher ohne neue PV nachrüste?
Wie lange dauert die Installation eines Batteriespeichers?

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