Das Wichtigste in Kürze
Genehmigungen: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht keine Bohr- oder Wasserrechtsgenehmigung. Für Erdwärmepumpen sind in Österreich behördliche Genehmigungen Pflicht.
Effizienz: Erdwärmepumpen erreichen eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4 bis 5. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen wie die Lambda EU10L kommen auf einen SCOP von 6,08 und übertreffen damit viele Erdwärmepumpen.
Heizma installiert ausschließlich Luft-Wasser-Wärmepumpen und übernimmt die gesamte Förderabwicklung kostenlos.
Sie planen den Umstieg auf eine Wärmepumpe und fragen sich, ob eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oder eine Erdwärmepumpe die bessere Wahl für Ihr Haus ist? Die kurze Antwort: Für die meisten Einfamilienhäuser in Österreich ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die praktischere, günstigere und genauso effiziente Lösung. Warum das so ist, erklärt dieser Vergleich klar und faktenbasiert.
Die längere Antwort hängt von Ihrem Grundstück, Ihrem Budget und Ihrem Gebäude ab. Wir gehen alle relevanten Unterschiede durch, damit Sie die richtige Entscheidung treffen können.
Wie funktionieren Luft-Wasser-Wärmepumpe und Erdwärmepumpe?
Beide Systeme funktionieren nach demselben Prinzip: Sie entziehen einer Wärmequelle Energie und heben sie auf ein höheres Temperaturniveau an, um Ihr Haus zu beheizen. Der Unterschied liegt in der Wärmequelle.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entnimmt die Energie direkt aus der Außenluft. Das Außengerät saugt Luft an, ein Kältemittel nimmt die Wärme auf und gibt sie an das Heizwasser im Haus ab. Das Gerät steht im Garten oder an der Hauswand und ist in der Regel innerhalb von drei bis fünf Tagen einsatzbereit.
Eine Erdwärmepumpe (auch Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt) nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme. Dabei gibt es zwei Varianten: Flächenkollektoren, die in etwa 1,5 Meter Tiefe verlegt werden und eine Grundstücksfläche vom 1,5- bis 2-fachen der Wohnfläche benötigen, sowie Erdsonden, bei denen bis zu 100 Meter tief gebohrt wird.
Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Vergleich zur Erdwärmepumpe?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist deutlich günstiger in der Anschaffung. Der Unterschied entsteht nicht beim Gerät selbst, sondern beim Installationsaufwand.
Kostenvergleich | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Erdwärmepumpe |
|---|---|---|
Gerät | 8.000 bis 25.000 Euro | 12.000 bis 20.000 Euro |
Installation und Erschließung | 5.000 bis 10.000 Euro | 15.000 bis 30.000 Euro |
Gesamtkosten (brutto) | 18.000 bis 35.000 Euro | 30.000 bis 50.000 Euro |
Betriebskosten pro Jahr | 800 bis 1.500 Euro | 700 bis 1.200 Euro |
Hinweis: Preise sind Richtwerte und variieren je nach Gebäude, Leistungsklasse und regionalen Gegebenheiten.
Die Erdwärmepumpe spart zwar im Betrieb etwas Strom, die deutlich höheren Installationskosten für Bohrung oder Flächenkollektor amortisieren sich für die meisten Haushalte über die Laufzeit nicht. Mehr zu den Gesamtkosten finden Sie in unserem Ratgeber zu Wärmepumpen-Kosten 2026.
Welche Wärmepumpe ist effizienter?
Erdwärmepumpen galten lange als effizienter. Das stimmt bei älteren Modellen, ist aber bei modernen Hocheffizienz-Geräten nicht mehr pauschal richtig. Die entscheidende Kenngröße ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie gibt an, wie viel Wärme pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt wird.
Erdwärmepumpen erreichen eine typische JAZ von 4 bis 5, weil die Bodentemperatur in Österreich das ganze Jahr über konstant zwischen 8 und 12 Grad Celsius liegt. Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten mit schwankender Außenlufttemperatur und lagen früher bei JAZ-Werten von 3 bis 3,5.
Moderne Anlagen holen diesen Rückstand auf. Die Viessmann Vitocal 250-A, die Heizma verbaut, erreicht einen SCOP von bis zu 5,22. Die Lambda EU10L kommt auf einen SCOP von 6,08 bei A7/W35 und übertrifft damit die durchschnittliche Erdwärmepumpe deutlich. Alle Heizma-Modelle setzen auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan) mit einem globalen Erwärmungspotenzial von nur 3.
Effizienz-Vergleich | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Erdwärmepumpe |
|---|---|---|
Typische JAZ | 3,5 bis 6 (je nach Modell) | 4 bis 5 |
Wärmequelle | Außenluft (schwankend) | Erdreich (konstant 8 bis 12 Grad) |
Kältemittel Heizma-Modelle | R290 (GWP 3) | entfällt bei Heizma |
Welche Genehmigungen brauche ich für eine Erdwärmepumpe?
Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe brauchen Sie in der Regel keine behördliche Genehmigung für die Installation selbst. Für die Erdwärmepumpe sieht das ganz anders aus.
In Österreich sind für Tiefenbohrungen wasserrechtliche Genehmigungen Pflicht. Erdsonden-Bohrungen bis 100 Meter müssen bei der zuständigen Behörde angemeldet und genehmigt werden. In Wasserschutzgebieten ist eine Erdwärmepumpe generell nicht oder nur unter sehr strengen Auflagen möglich. Flächenkollektoren sind zwar flacher, benötigen aber eine Grundstücksfläche vom 1,5- bis 2-fachen der Wohnfläche, also 225 bis 300 Quadratmeter bei einem Haus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche.
Das Genehmigungsverfahren verlängert die Planungszeit um mehrere Wochen bis Monate und kann den Projektzeitplan erheblich beeinflussen.
Welche Förderungen gibt es für Wärmepumpen in Österreich 2026?
Beide Wärmepumpentypen sind in Österreich 2026 förderbar. Die Rahmenbedingungen unterscheiden sich aber im Detail.
Im Rahmen der Sanierungsoffensive 2026 (Bundesförderung Kesseltausch) erhalten Sie beim Umstieg von einer fossilen Heizung auf eine Wärmepumpe mit Kältemittel R290 (GWP unter 150) bis zu 7.500 Euro Bundesförderung für ein Einfamilienhaus oder Reihenhaus (Stand: Mai 2026, Quelle: sanierungsoffensive.gv.at). Das gilt für Luft-Wasser-Wärmepumpen und Erdwärmepumpen gleichermaßen.
Für Erdwärmepumpen gibt es zusätzlich einen Bohrbonus von bis zu 5.000 Euro für die Tiefenbohrung. Klingt attraktiv, gleicht aber die deutlich höheren Installationskosten nur teilweise aus.
Hinzu kommen Landesförderungen, die je nach Bundesland zwischen 1.700 Euro (Oberösterreich) und 8.000 Euro (Wien) betragen können (Stand: Mai 2026). Die Fördersituation ist individuell und budgetabhängig. Als eigenständiger Meisterbetrieb übernimmt Heizma die gesamte Förderabwicklung für Sie, von der Registrierung bis zur Endabrechnung, kostenlos und ohne Anzahlung. Mehr dazu auf unserer Förderservice-Seite.
Wann ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die bessere Wahl?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe eignet sich für die überwiegende Mehrheit der Einfamilienhäuser in Österreich. Sie ist die bessere Wahl, wenn eines oder mehrere dieser Kriterien zutreffen:
Kein ausreichend großes Grundstück für Flächenkollektoren vorhanden
Das Grundstück liegt in oder nahe einem Wasserschutzgebiet
Die Bohrkosten und Genehmigungszeiten sind nicht planbar
Budget unter 35.000 Euro für die Gesamtinvestition
Schnelle Installation gewünscht (drei bis fünf Tage)
Kombination mit einer PV-Anlage geplant
Heizma hat in Österreich über 1.000 Wärmepumpen-Projekte pro Jahr abgeschlossen und setzt ausschließlich auf Luft-Wasser-Wärmepumpen der Marken Viessmann und Lambda. Der Grund: Für mehr als 90 Prozent der Sanierungsprojekte in Einfamilienhäusern ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlichste und unkomplizierteste Lösung. Lesen Sie auch, wie der Vergleich gegenüber einer anderen Heizoption ausfällt: Luft-Wärmepumpe vs. Pelletheizung.
Wann ist eine Erdwärmepumpe sinnvoll?
Eine Erdwärmepumpe ist dann eine Option, wenn das Grundstück die Voraussetzungen erfüllt und das Budget die höheren Installationskosten erlaubt. Sie eignet sich besonders für Neubauten, bei denen die Erschließungskosten in die Gesamtplanung eingerechnet werden können, oder für große Objekte mit hohem Wärmebedarf und entsprechend großer Grundstücksfläche.
Wichtig: Erdwärmepumpen sind nicht an jedem Standort genehmigungsfähig. Vor einer Entscheidung sollte die wasserrechtliche Situation und die Grundstücksbeschaffenheit geprüft werden. Heizma installiert keine Erdwärmepumpen, kann aber im Rahmen einer kostenlosen Beratung einschätzen, ob eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für Ihr Objekt die passende Alternative ist.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Der direkte Systemvergleich zeigt, wo die Unterschiede in der Praxis liegen.
Kriterium | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Erdwärmepumpe |
|---|---|---|
Installationskosten gesamt | 18.000 bis 35.000 Euro | 30.000 bis 50.000 Euro |
Installationszeit | 3 bis 5 Tage | Wochen bis Monate inkl. Genehmigung |
Genehmigung nötig | Nein | Ja (wasserrechtlich) |
Grundstücksvoraussetzung | Keine | Bohrung oder 225 bis 300 m² Fläche |
Typische JAZ | 3,5 bis 6 (je nach Modell) | 4 bis 5 |
Betriebskosten pro Jahr | 800 bis 1.500 Euro | 700 bis 1.200 Euro |
Förderung Bundesförderung 2026 | Bis zu 7.500 Euro | Bis zu 7.500 Euro plus Bohrbonus bis 5.000 Euro |
Lärmpegel | 40 bis 57 dB(A) je nach Modell | 30 bis 40 dB(A) innen |
PV-Kombination | Ideal kombinierbar | Kombinierbar, aber geringerer Zusatznutzen |
Wartungsaufwand | Einmal jährlich, 150 bis 300 Euro | Einmal jährlich, 200 bis 350 Euro |
Wer eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer PV-Anlage kombiniert, senkt die Betriebskosten weiter. Der Optima Energiemanager von Heizma steuert die Wärmepumpe automatisch dann, wenn PV-Überschuss vorhanden ist, sodass die Anlage mit selbst produziertem Sonnenstrom heizt.
Jetzt kostenlos beraten lassen
Sie möchten wissen, welche Wärmepumpe zu Ihrem Haus passt und welche Förderungen Sie 2026 nutzen können? Heizma berät Sie kostenlos, prüft Ihre individuelle Fördersituation und erstellt ein maßgeschneidertes Angebot. Als eigenständiger Meisterbetrieb mit über 1.000 abgeschlossenen Projekten pro Jahr übernehmen wir Planung, Installation und gesamte Förderabwicklung aus einer Hand.






