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COP und SCOP bei Wärmepumpen: Was die Werte bedeuten

Von · · aktualisiert 3. April 2026 · 5 Min. Lesezeit

COP und SCOP bei Wärmepumpen: Was die Werte bedeuten

Das Wichtigste in Kürze

  • COP misst die Effizienz der Wärmepumpe als Momentaufnahme unter Laborbedingungen
  • SCOP zeigt die realistische Jahreseffizienz über eine gesamte Heizperiode
  • Niedrige Vorlauftemperatur (z. B. Fußbodenheizung) steigert den COP deutlich
  • Der ETAs-Wert (basierend auf SCOP) ist Voraussetzung für die Wärmepumpenförderung
  • Heizma installiert ausschließlich Viessmann und Lambda mit SCOP-Werten bis über 5,5

Wer eine Wärmepumpe kauft oder vergleicht, stößt unweigerlich auf zwei Kennzahlen: COP und SCOP. Beide messen die Effizienz einer Wärmepumpe – aber auf unterschiedliche Weise. Wer den Unterschied kennt, trifft bessere Kaufentscheidungen und holt mehr Förderung heraus.

Was ist der COP-Wert?

Der COP (Coefficient of Performance, deutsch: Leistungszahl) gibt an, wie viel Wärmeenergie eine Wärmepumpe pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt. Die Formel ist einfach:

COP = erzeugte Wärmeleistung (kW) ÷ aufgenommene elektrische Leistung (kW)

Ein COP von 4 bedeutet: Die Wärmepumpe erzeugt mit 1 kW Strom 4 kW Wärme. Drei der vier Kilowatt stammen dabei kostenlos aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser.

Wichtig zu verstehen: Der COP ist eine Momentaufnahme unter Laborbedingungen – gemessen bei einer fixen Außentemperatur (meist +7 °C) und einer fixen Vorlauftemperatur (meist 35 °C). Im realen Betrieb schwankt dieser Wert ständig.

Was ist der SCOP-Wert?

Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance, deutsch: saisonale Leistungszahl) ist die praxisnähere Kennzahl. Er berechnet die durchschnittliche Effizienz über eine gesamte Heizperiode unter Berücksichtigung verschiedener Außentemperaturen.

Für die SCOP-Berechnung werden vier Messwerte herangezogen, gemessen bei:

  • +12 °C
  • +7 °C
  • +2 °C
  • –7 °C

Diese Werte werden nach Klimazone gewichtet – für Österreich gilt die mittlere Klimazone als Referenz. Das Ergebnis spiegelt realistische Betriebsbedingungen viel besser wider als ein einzelner COP-Messpunkt.

COP vs. SCOP – der entscheidende Unterschied

KriteriumCOPSCOP
MessungEin BetriebspunktMehrere Betriebspunkte über eine Heizperiode
BedingungenLaborbedingungenKlimazonenbezogen (kalt/mittel/warm)
AussagekraftMomentaufnahmeJahreseffizienz
VerwendungTechnischer VergleichKaufentscheidung, Förderung

Für den Alltag ist der SCOP der relevantere Wert. Er zeigt, was die Anlage unter realen österreichischen Bedingungen leistet.

Was ist ein guter COP und SCOP?

Als Orientierung gelten folgende Richtwerte:

  • COP: ab 3,5 gut, ab 4,5 sehr gut
  • SCOP: ab 4,0 gut, ab 5,0 sehr gut (für Luft-Wasser-Wärmepumpen)

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen von Viessmann und Lambda – die beiden Marken, die Heizma ausschließlich installiert – erreichen im mittleren Klimabereich SCOP-Werte von 4,0 bis über 5,5. Erdwärmepumpen erzielen aufgrund der gleichmäßigeren Quellentemperatur tendenziell stabilere und höhere Werte.

Vorlauftemperatur senken = COP steigern

Einer der größten Hebel für einen hohen COP und SCOP liegt im eigenen Heizsystem: die Vorlauftemperatur. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.

Als Faustregel gilt: 1 °C weniger Vorlauftemperatur verbessert den COP um etwa 2 bis 3 %.

  • Fußbodenheizung (35 °C Vorlauf) – sehr guter COP möglich
  • Heizkörper mit 55 bis 70 °C Vorlauf – deutlich geringere Effizienz

Wer auf Wärmepumpe umsteigt, sollte daher prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper auf niedrigere Vorlauftemperaturen ausgelegt werden können. Heizma berät Sie dazu im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung.

COP, SCOP und Förderung: Was der ETAs-Wert damit zu tun hat

Für die staatliche Wärmepumpenförderung in Österreich spielt nicht nur der COP oder SCOP eine Rolle, sondern der ETAs-Wert (jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz). Er basiert auf dem SCOP und berücksichtigt zusätzlich Hilfsenergie wie Pumpen und Regelung.

Für die Bundesförderung erneuerbarer Energien gilt: Ein Mindest-ETAs-Wert ist Voraussetzung für die volle Förderhöhe. Hocheffiziente Wärmepumpen mit SCOP über 4,0 erfüllen diese Anforderung in der Regel problemlos.

Stand: April 2026 – aktuelle Förderkonditionen auf Anfrage.

Heizmas kostenloser Förderservice übernimmt die gesamte Förderabwicklung für Sie – von der Antragstellung bis zur Auszahlung.

So hilft Heizma bei der Wahl der richtigen Wärmepumpe

COP und SCOP sind hilfreiche Vergleichswerte – aber die optimale Wärmepumpe hängt von mehr ab: Gebäudegröße, Dämmzustand, vorhandene Heizflächen, Warmwasserbedarf und individuelle Nutzungsgewohnheiten.

Als eigenständiger Meisterbetrieb mit über 1.000 Projekten pro Jahr und 75 Mitarbeitern plant und installiert Heizma Wärmepumpen von Viessmann und Lambda – inklusive hydraulischem Abgleich, Einregulierung und Förderabwicklung. Ohne Anzahlung, ab 119 €/Monat finanzierbar.

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Häufige Fragen zu COP und SCOP bei Wärmepumpen

Was ist der Unterschied zwischen COP und SCOP?

Der COP misst die Effizienz einer Wärmepumpe unter festgelegten Laborbedingungen an einem einzigen Betriebspunkt. Der SCOP hingegen gibt die durchschnittliche Effizienz über eine gesamte Heizperiode an und berücksichtigt verschiedene Außentemperaturen und Klimazonen. Für die Kaufentscheidung ist der SCOP deutlich aussagekräftiger.

Was ist ein guter SCOP-Wert für eine Wärmepumpe?

Für Luft-Wasser-Wärmepumpen gilt ein SCOP von 4,0 als Mindeststandard, Werte ab 5,0 sind sehr gut. Erdwärmepumpen erreichen aufgrund der gleichmäßigeren Quelltemperatur häufig noch höhere Werte. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass alle Hersteller denselben Klimazonenstandard verwenden.

Beeinflusst die Vorlauftemperatur den COP-Wert?

Ja, erheblich. Je niedriger die Vorlauftemperatur im Heizkreis, desto weniger Arbeit muss die Wärmepumpe leisten und desto höher ist der COP. Eine Fußbodenheizung mit 35 °C Vorlauf ermöglicht deutlich bessere COP-Werte als alte Heizkörper, die 70 °C benötigen.

Ist der SCOP das Gleiche wie die Jahresarbeitszahl (JAZ)?

Nein, aber sie sind verwandt. Der SCOP wird unter normierten Bedingungen im Labor ermittelt und dient dem Herstellervergleich. Die Jahresarbeitszahl wird nach der realen Betriebssaison aus tatsächlich gemessenen Verbrauchs- und Ertragsdaten berechnet. Die JAZ spiegelt die echte Effizienz Ihrer konkreten Anlage wider.

Welche Rolle spielt der SCOP bei der Wärmepumpenförderung?

Der ETAs-Wert, der für die Bundesförderung erneuerbarer Energien relevant ist, basiert direkt auf dem SCOP. Wärmepumpen mit einem SCOP über 4,0 erfüllen die Fördervoraussetzungen in der Regel. Heizma prüft die Förderfähigkeit Ihrer Anlage kostenlos im Rahmen des Förderservices.

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