Das Wichtigste in Kürze
COP misst die Effizienz der Wärmepumpe als Momentaufnahme unter Laborbedingungen
SCOP zeigt die realistische Jahreseffizienz über eine gesamte Heizperiode
Niedrige Vorlauftemperatur (z. B. Fußbodenheizung) steigert den COP deutlich
Der ETAs-Wert (basierend auf SCOP) ist Voraussetzung für die Wärmepumpenförderung
Heizma installiert ausschließlich Viessmann und Lambda mit SCOP-Werten bis über 5,5
Wer eine Wärmepumpe kauft oder vergleicht, stößt unweigerlich auf zwei Kennzahlen: COP und SCOP. Beide messen die Effizienz einer Wärmepumpe – aber auf unterschiedliche Weise. Wer den Unterschied kennt, trifft bessere Kaufentscheidungen und holt mehr Förderung heraus.
Was ist der COP-Wert?
Der COP (Coefficient of Performance, deutsch: Leistungszahl) gibt an, wie viel Wärmeenergie eine Wärmepumpe pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt. Die Formel ist einfach:
COP = erzeugte Wärmeleistung (kW) ÷ aufgenommene elektrische Leistung (kW)
Ein COP von 4 bedeutet: Die Wärmepumpe erzeugt mit 1 kW Strom 4 kW Wärme. Drei der vier Kilowatt stammen dabei kostenlos aus der Umgebungsluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser.
Wichtig zu verstehen: Der COP ist eine Momentaufnahme unter Laborbedingungen – gemessen bei einer fixen Außentemperatur (meist +7 °C) und einer fixen Vorlauftemperatur (meist 35 °C). Im realen Betrieb schwankt dieser Wert ständig.
Was ist der SCOP-Wert?
Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance, deutsch: saisonale Leistungszahl) ist die praxisnähere Kennzahl. Er berechnet die durchschnittliche Effizienz über eine gesamte Heizperiode unter Berücksichtigung verschiedener Außentemperaturen.
Für die SCOP-Berechnung werden vier Messwerte herangezogen, gemessen bei:
+12 °C
+7 °C
+2 °C
–7 °C
Diese Werte werden nach Klimazone gewichtet – für Österreich gilt die mittlere Klimazone als Referenz. Das Ergebnis spiegelt realistische Betriebsbedingungen viel besser wider als ein einzelner COP-Messpunkt.
COP vs. SCOP – der entscheidende Unterschied
Kriterium | COP | SCOP |
|---|---|---|
Messung | Ein Betriebspunkt | Mehrere Betriebspunkte über eine Heizperiode |
Bedingungen | Laborbedingungen | Klimazonenbezogen (kalt/mittel/warm) |
Aussagekraft | Momentaufnahme | Jahreseffizienz |
Verwendung | Technischer Vergleich | Kaufentscheidung, Förderung |
Für den Alltag ist der SCOP der relevantere Wert. Er zeigt, was die Anlage unter realen österreichischen Bedingungen leistet.
Was ist ein guter COP und SCOP?
Als Orientierung gelten folgende Richtwerte:
COP: ab 3,5 gut, ab 4,5 sehr gut
SCOP: ab 4,0 gut, ab 5,0 sehr gut (für Luft-Wasser-Wärmepumpen)
Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen von Viessmann und Lambda – die beiden Marken, die Heizma ausschließlich installiert – erreichen im mittleren Klimabereich SCOP-Werte von 4,0 bis über 5,5. Erdwärmepumpen erzielen aufgrund der gleichmäßigeren Quellentemperatur tendenziell stabilere und höhere Werte.
Vorlauftemperatur senken = COP steigern
Einer der größten Hebel für einen hohen COP und SCOP liegt im eigenen Heizsystem: die Vorlauftemperatur. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.
Als Faustregel gilt: 1 °C weniger Vorlauftemperatur verbessert den COP um etwa 2 bis 3 %.
Fußbodenheizung (35 °C Vorlauf) – sehr guter COP möglich
Heizkörper mit 55 bis 70 °C Vorlauf – deutlich geringere Effizienz
Wer auf Wärmepumpe umsteigt, sollte daher prüfen, ob die vorhandenen Heizkörper auf niedrigere Vorlauftemperaturen ausgelegt werden können. Heizma berät Sie dazu im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung.
COP, SCOP und Förderung: Was der ETAs-Wert damit zu tun hat
Für die staatliche Wärmepumpenförderung in Österreich spielt nicht nur der COP oder SCOP eine Rolle, sondern der ETAs-Wert (jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz). Er basiert auf dem SCOP und berücksichtigt zusätzlich Hilfsenergie wie Pumpen und Regelung.
Für die Bundesförderung erneuerbarer Energien gilt: Ein Mindest-ETAs-Wert ist Voraussetzung für die volle Förderhöhe. Hocheffiziente Wärmepumpen mit SCOP über 4,0 erfüllen diese Anforderung in der Regel problemlos.
Stand: April 2026 – aktuelle Förderkonditionen auf Anfrage.
Heizmas kostenloser Förderservice übernimmt die gesamte Förderabwicklung für Sie – von der Antragstellung bis zur Auszahlung.
So hilft Heizma bei der Wahl der richtigen Wärmepumpe
COP und SCOP sind hilfreiche Vergleichswerte – aber die optimale Wärmepumpe hängt von mehr ab: Gebäudegröße, Dämmzustand, vorhandene Heizflächen, Warmwasserbedarf und individuelle Nutzungsgewohnheiten.
Als eigenständiger Meisterbetrieb mit über 1.000 Projekten pro Jahr und 75 Mitarbeitern plant und installiert Heizma Wärmepumpen von Viessmann und Lambda – inklusive hydraulischem Abgleich, Einregulierung und Förderabwicklung. Ohne Anzahlung, ab 130 €/Monat finanzierbar.






